
Der Vorsitzende der Bad Vilbeler SPD Udo Landgrebe will laut Wetterauer Zeitung (Online-Ausgabe vom 19.11.08) für die Sozialdemokraten in den Wiesbadener Landtag einziehen.
Der Vilbeler Ortsvereinsvorsitzende ist damit Nachfolger von Jürgen Walter, einem der vier mutigen Abgeordneten aus der SPD-Fraktion, die die Wahl von Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin verhinderten.
Aber sind wir mal ehrlich, besonders gut sind die Ausgangsvoraussetzungen für Herrn Landgrebe eigentlich nicht. Im letzten Wahlkampf, und ich kann mich noch sehr genau an die Gespräche vor den Infoständen erinnern, warb Herr Landgrebe engagiert für Jürgen Walter, seinen politischen wie persönlichen Freund. Und auch wie alle anderen SPD-Mitgliedern versicherte er, es werde keine Zusammenarbeit mit der Partei Die Linke geben.
Nun hat sich die Situation bekannter Maßen deutlich verändert. Die SPD hat ihr Wort gebrochen, keiner will mehr was von Walter, Everts, Tesch und Metzger wissen, denen man jetzt parteischädigendes Verhalten oder noch viel schlimmer noch eine falsche Moral vorwirft. Herr Landgrebe stellt sich in eine lange Reihe von SPD-Funktionären, die sich plötzlich an nichts mehr erinnern wollen- oder können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der politisch interessierte Bürger ein ziemlich gutes Gedächtnis hat und nicht noch einmal auf falsche Versprechungen herein fallen wird.
Wir in Bad Vilbel werden einen spannenden und mit Sicherheit interessanten Wahlkampf direkt vor unserer Tür erleben. Ich hoffe, dass sich am Ende die Vernunft durchsetzen wird und Tobias wieder mit einem ausgezeichnet Ergebnis in den Landtag einzieht.
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